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Cybathlon: Ausgabe 17/2020, 21.10.2020

«Ich und die Maschine»

Mit Hilfe von elektromechanischen Exoskeletten können gelähmte Menschen wieder aufrecht gehen. Ein Kinderspiel ist das nicht. Nötig sind viel Ingenieurleistung und hartes Training

Autor: » Stefan Roschi, maxon Group

Bilder: maxon group

Kontrolliert der Mensch die Maschine oder die Maschine den Menschen? Diese alte Frage stellt sich unweigerlich, wenn es um Exoskelette geht – elektromechanische Hilfssysteme, die es querschnittsgelähmten Personen ermöglichen, wieder zu gehen. Für Silvia Rohner, Projektleiterin des Teams Varileg Enhanced, ist die Antwort klar: «Wie gut ein Exoskelett in der Praxis funktioniert, hängt in erster Linie vom Piloten ab.» Dieser muss sich an die robotische Hilfe gewöhnen und lernen, wie er diese am effizientesten einsetzt. «Es gibt Personen, die setzen vor allem auf Kraft, andere eher auf Technik. So oder so braucht es viel Training.» Welche Methode die bessere ist, wird sich im November 2020 zeigen, wenn Piloten aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen Exoskelett-Systemen beim Cybathlon gegeneinander antreten. Auch das Team Varileg Enhanced nimmt am Cybathlon teil und hat sich zum Ziel gesetzt, alle Hindernisse des Parcours zu bewältigen. Silvia Rohner sagt: «Unser Pilot soll einen erfolgreichen Wettkampf erleben.»

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Beim ersten Cybathlon 2016 gab es bereits ein Team Varileg der ETH Zürich, das mit dem jetzigen Team allerdings wenig zu tun hat. Das aktuelle Exoskelett wurde von Grund auf neu entwickelt.