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Wie sich die Denkstrategien der Führungskräfte und der Mitarbeitenden in Zukunft ändern werden: Ausgabe 15/2020, 23.09.2020

Eigenverantwortung und Disziplin haben an Bedeutung gewonnen

Die Corona-Krise veränderte mit voller Wucht unser Handeln und Denken von heute auf morgen. Viele Menschen begegneten der Pandemie mit Unbehagen und passten ganze Gesellschaftsbereiche der neuen Situation an. Doch wie wirddie Situation in einem halben Jahr aussehen? Ein Blick nach vorne wirdmeist nur die künftigen Herausforderungen und Probleme beleuchten. Um neue Verflechtungen und potenzielle Lösungswege während der Krise zu verdeutlichen, bietet sich ein ausserordentlicher Perspektivenwechselan.

Autor: Dr.Oliver Mattmann

In der Trend- und Zukunftsforschung wirdzwischen Prognosen und Regnosen unterschieden. Während sich der Mensch im Rahmen einer PrognosebesondersaufpotenzielleGefahrenin derZukunftkonzentriert,werdenmithilfeeiner Regnose wichtige Erkenntnisse aus einer Situation ersichtlich. Eine Regnose ist daher nichts anderes als eine Reflexionsübung: Durch einen Zeitsprung nimmt man einen Standpunkt in der Zukunft an und blickt auf die heutigen Ereignisse zurück. Diese Methode wirdauch oft angewendet, um mit einer besorgniserregendenSituationzurechtzukommen(vgl.Horx, 2020). Wie viele Menschen machen sich schon vor einem kommenden Ereignis im Voraus zahlreiche Gedanken und malen sich jegliche schaurige Szenarien aus? Oftmals stellt sich im Nachhinein heraus, dass das mulmige Gefühl völlig unbegründet war: Der Besuch beim Zahnarzt war nicht so schmerzhaft, wie man es sich überlegt hatte. Das Gespräch mit dem Vorgesetzten verlief viel besser,als man eigentlich dachte.

Das Alte zurücklassen, um das Neue zu begrüssen
Um die Coronakrise und die einhergehenden Veränderungen zu schildern, wirdder Monat März 2021 als Standpunkt für eine Regnose gewählt. Nun blicken wir von diesem Moment ausaufdieGegenwartzurück:ÜberwelcheEreignisse,MomenteundFragenwerdenwirim März 2021 rückblickend nachdenken? Dabei wirddeutlich, wie aufmerksam die Menschen die täglichen Infektionszahlen verfolgt haben.
Nicht nur diejenigen in derSchweiz –auf der ganzen Welt wurden Unsicherheit, Unbehagen und Besorgnis durch einen numerischen Wert hervorgerufen. Dasselbe gilt auch für Hoffnung,ZuversichtundHeiterkeit.Dennalle LändersindunterschiedlichmitderPandemie umgegangen. Vonder absoluten Abschottung bis zur totalen Öffnung war alles ersichtlich. DiesprägteauchdasVerhaltenderMenschen. Sobald eine grosse Herausforderung gemeistert wurde, waren Enthusiasmus sowie ErleichterunginderBevölkerungspürbar.Auch die Wirtschaft kam durch die erhöhte KonsumfreudeundeinemInvestitionsboomwieder inSchwung.Jedochlässtsichfesthalten,dass das Leben vor der Krise von vielen Menschen weiterhin vermisst wurde.

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