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Computer on Module: Ein Überblick über den Stand der Technik: Ausgabe 14/2020, 10.09.2020

Der gekonnte Umgang mit der Komplexität

Moderne Computersysteme haben sich die letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die kurzen Zyklenzeiten sowie die hohe Komplexität stellen aber für Hersteller und Entwickler eine grosse Herausforderung dar. Der Einsatz von COM (Computer-on-Module) kann dabei helfen, Designkomplexität und Kosten zu reduzieren. Eine genaue Evaluation sowie vertiefte Kenntnisse der Materie sind aber für einen erfolgreichen Einsatz unerlässlich.

Autor: René Gisler, FG Elektronik und Informatik

Moderne Computersysteme entwickeln sich rasant weiter und so durften wir uns die letzten Jahrzehnte über stetig steigende Rechenleistung zu immer tieferen Kosten freuen. Für viele Gerätehersteller, gerade aus dem industriellen Umfeld, stellt die rasante Entwicklung aber auch eine grosse Herausforderung dar. Die modernen Computersysteme haben eine Komplexität erreicht, die nur noch für wenige hochspezialisierte Hersteller handhabbar ist. Der rasante Produktezyklus führt weiter dazu, dass gerade noch neu entwickelte Hardware nach kurzer Zeit obsolet wird und hohe Kosten für Weiterentwicklung und Qualifi kation entstehen.
Unter diesen Voraussetzungen bieten COM Module einige spannende Aspekte, um Designkomplexität und Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Flexibilität zu erhöhen. Da ein COM Modul bereits alle Kernkomponenten eines modernen Computersystems enthält, kann sich der Geräteherstelle auf seine eigentliche Kernaufgabe konzentrieren und muss das gewählte Modul «nur» noch korrekt integrieren. Falls richtig umgesetzt, erlaubt es zudem eine gewisse Skalierbarkeit (Rechenleistung, Kosten, etc.) sowie die Austauschbarkeit von Modulen verschiedener Hersteller.
Die Wahl des passenden Standards, Hersteller und deren Integration ist aber bei weitem nicht trivial. Gerade die grosse Auswahl an Herstellern und Produkten erschwert die Orientierung zuweilen stark. Auch die korrekte Integration erfordert einiges an Fachwissen und Know-how.
Erschwerend kommt hinzu, dass viele Anbieter stark für ihre eigenen proprietären Produkte mit spezifi schen Formfaktor und Pinnbelegungen werben. Oft wird das Argument des Designsupports, Qualität sowie Skalierbarkeit in den Vordergrund gestellt. Man sollte dies aber sehr genau abwägen, da man sich damit für die ganze Lebensdauer des Produktes an einen spezifi schen Hersteller bindet. Bedeutend mehr Flexibilität bieten dabei Module, die nach einem Standard entwickelt und zugelassen wurden, da sie im optimalen Fall eins zu eins gegen ein Alternativmodell des gleichen oder auch eines anderen Herstellers austauschbar sind. /FAEL

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