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Kapazitive Taster: Ausgabe 13/2020, 27.08.2020

Ein Hauch von Magie

Mechanische Schalter und Taster kennen und nutzen wir alle von Kindesbeinen an. Klarer Druckpunkt, sattes Klacken beim Betätigen – das ist quasi Gewohnheitsrecht. Doch es geht auch anders, fast magisch: Ein sanftes Berühren reicht bei kapazitiven Tastern bereits aus. Haben die Mechanischen nun ausgedient?

Autor: Roland Barth, Product Manager bei Schurter

Bilder: Schurter

«Klack» – so stellen sich alle das Geräusch vor, das ein Schalter beim Betätigen produziert. «Klack» – ein, «Klack» – aus. Doch längst nicht für jede Anwendung stellen diese mechanischen Taster die ideale Lösung dar. Weshalb? Mechanische Taster in klassischer Hubtechnik haben technisch bedingt stets einen Spalt zwischen Gehäuse und Betätiger. Dieser kann bei Aussen- wie auch Innenanwendungen mit hoher Luftfeuchtigkeit ein Eindringen von Feuchtigkeit erlauben, was unerwünscht ist. Zudem: Mechanische Hubtaster besitzen bewegliche Teile. Unablässig wird auf sie eingedrückt. Das führt zu Verschleiss. Irgendwann segnet selbst der beste mechanische Taster das Zeitliche.

Kapazitive Taster: kein Verschleiss Komplett verschleissfrei verrichten hingegen kapazitive Taster ihre Arbeit. Ihre Funktionsweise unterscheidet sich grundsätzlich von jener der mechanischen Taster. Hier gibt es keinen Hub. Nichts Bewegliches. Allein durch das Berühren des Sensorbereichs – dies entspricht dem mechanischen Betätiger – mit dem Finger verändert sich ein elektrisches Feld. Diese Veränderung löst daraufhin einen Wechsel des Schalterzustands aus. All dies geschieht ohne jeglichen Druck auf den Sensor. Verschleiss ist somit kein Thema.

Haptik und Optik Taster sind zum Anfassen da, und die Finger sind hochsensible Sensoren. Besonders hochwertige kapazitive Taster werden aus den besten Materialien gemacht. Schurter setzt bei seiner CPS-Serie auf Edelstahl. Denn die Oberflächenbeschaffenheit eines Tasters wird sofort wahrgenommen. Billig oder wertig? Zudem steigen die Ansprüche der Designer und Hersteller von Eingabesystemen an eine möglichst hohe Ästhetik rasant. Aus diesen Gründen bietet Schurter den CPS mit einer Touch-Oberfläche aus kratzfester Keramik mit Flächenbeleuchtung oder wahlweise aus Edelstahl mit Ringbeleuchtung an. Denkbar sind für den Betätiger aber auch exotischere Materialien wie Glas, Holz oder gar Kunststoffe (PMMA). Als Tüpfelchen auf dem i kann man zudem eine Fingerführung ordern, die einen weiteren Komfortzuwachs bietet.

Beleuchtung und Beschriftung Was sonst macht einen Taster zu einem guten oder womöglich doch eher mässigen Taster? Eine eindeutige Rückmeldung und eine rasche Erfassbarkeit der Funktion sind elementare Anforderungen an einen Taster. Der Benutzer muss wissen, ob seine Eingabe korrekt erkannt wurde. Längst nicht immer aber ist der Wunschtaster als Standardprodukt verfügbar. Sei es ein Symbol auf dem Betätiger, sei es eine besondere Farbe – kundenspezifische Versionen werden oft nachgefragt. Der Anpassung an spezifische Kundenbedürfnisse sind in der Schurter Metal Line, zu der auch der CPS gehört, kaum Grenzen gesetzt. Sonderwünsche sind willkommen. Den Taster nach Mass gibt es.

Konfiguration des Tasters Der mechanische Lichtschalter war eine vermeintlich simple Konstruktion mit den Zuständen «ein» und «aus». Moderne kapazitive Taster wie die Schurter CPS-Familie können da schon deutlich mehr Variabilität in die Waagschale werfen. Ab Werk sind die Taster frei konfigurierbar. Raster-(Momentary) und nicht-rastende (Latching) Funktionen lassen sich implementieren; weitere Schaltfunktionen wie «Verzögern», «Wiederholen», «Halten», «Einfrieren» und andere mehr sind realisierbar. Selbstredend hat auch hier der Kunde das letzte Wort. Auf Wunsch konfiguriert Schurter den CPS auch komplett nach Mass.

Wo bleibt der Haken? Einen echten Haken haben kapazitive Taster nicht. Sie benötigen eine Speisung, stimmt. Und aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit sind sie nur bedingt Outdoor-tauglich, stimmt auch. Am richtigen Ort eingesetzt, überwiegen ihre Vorteile jedoch ganz klar. Der CPS von Schurter ist ein unglaublich vielseitig einsetzbares Produkt; es arbeitet komplett verschleissfrei und lässt sich an jeden noch so ausgefallenen Kundenwunsch adaptieren. Zurück also zur Ausgangsfrage: Haben mechanische Taster ausgedient? Ja, zwar noch längst nicht überall, aber doch schon in vielen Anwendungen.

Infoservice
Schurter AG
Werkhofstrasse 8-12, 6002 Luzern
Tel. 041 369 31 11, Fax 041 369 33 33
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Kundenspezifische Varianten mit Keramik-Betätiger