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Hyperloop: Mit innovativem Ansatz auf Platz 2: 03.09.2019

Schweizer Team Swissloop mit Hilfe von Kistler erfolgreich

Bilder: Kistler Gruppe

Es ist eine auf den ersten Blick ziemlich außergewöhnliche Idee: Elon Musks Hyperloop, der Personen und Güter mit Geschwindigkeiten von über 1000 Stundenkilometern transportieren soll. Beim jährlichen Wettbewerb in Los Angeles erreichte das eidgenössische Team „Swissloop“ den zweiten Platz von 21 Teams und gewann außerdem den Innovation Award – mit dabei: ein S Motion Sensor von Kistler zur Geschwindigkeitsmessung und Positionsbestimmung.
Elon Musk baut nicht nur Elektroautos und fliegt in den Weltraum, er verfolgt mit dem „Hyperloop“ -Projekt auch ein hypermodernes Transportkonzept, das Menschen als eine Art Rohrpost durch eine evakuierte Röhre schießen soll – mit unglaublichen, bisher nur in der Luft erreichten Geschwindigkeiten. Nachwuchsingenieure aus aller Welt beteiligen sich am jährlichen Wettbewerb, der 2019 bereits zum dritten Mal stattfand. Mit dabei: das Schweizer Team „Swissloop“, das mit Unterstützung von Kistler den zweiten Rang einfuhr.
Mit neuem Antriebskonzept zum Erfolg
Der sogenannte Pod namens „Claude Nicollier“, benannt nach dem ersten Schweizer Astronauten, ist 3,27 m lang, etwa 200 kg schwer und besteht aus mehr als 1400 Einzelteilen, davon etwa ein Zehntel maßangefertigt. Am 21. Juli erreichte die Kapsel in Los Angeles auf der Strecke von 1,25 Kilometern eine Geschwindigkeit von 252 km/h und war damit die zweitschnellste (geschlagen nur vom Entwurf der TU München mit sagenhaften 463 km/h). „Wir sind sehr glücklich mit dem zweiten Platz, haben ein sehr gutes Team und in diesem Jahr viel dazugelernt. Nächstes Jahr wollen wir wieder angreifen“, sagt Stefan Kaspar, Chief Operating Officer des Teams „Swissloop“, das sich aus Studierenden der ETH Zürich, der Universität St. Gallen und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zusammensetzt.
Die Schweizer glänzten nicht nur auf der Teststrecke, sondern auch technologisch: Ihr selbst konstruierter linearer Induktionsmotor wurde konzeptionell bereits 2013 in einem Whitepaper von Elon Musk persönlich beschrieben, bisher jedoch noch nie realisiert. Er liefert eine Antriebskraft von 5,4 kN und bescherte Swissloop den begehrten Innovation Award von Space X im diesjährigen Wettbewerb. Zur Steuerung des neuen Linearmotors setzt Swissloop einen S-Motion Sensor von Kistler ein, der eine exakte Geschwindigkeitsmessung ermöglicht. Er ist leicht und kompakt und mit einer Verzögerung von nur 6 ms sehr schnell.
Langfristige Kooperation angestrebt
Kistler stellte Swissloop den Sensor auf Leihbasis bereit und unterstützte darüber hinaus mit Anwendungsberatung und Service. Dr. Denis Marschel, Divisional Marketing Manager bei Kistler, kommentiert: „Wir sind sehr stolz, Teil dieses großen Erfolgs zu sein und möchten Swissloop auch zukünftig unterstützen, das betrifft vorrangig die Technologie und fachliche Beratung im engeren Sinne.“
Bei Swissloop hat man bereits jetzt viele Ideen, was sich für 2020 verbessern lässt. Spätestens im Herbst beginnen die Vorbereitungen für den neuen Wettbewerb – dann mit neuem weiblichen Team-Captain und natürlich jeder Menge Enthusiasmus und Kompetenz. Auch Kistler wird dazu beitragen, eine neue Erfolgsgeschichte zu schreiben: „Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit und wünschen bereits jetzt viel Erfolg“, sagte Marschel abschließend.

www.kistler.com



 

 



Das Schweizer Team «Swissloop» erreichte mit Unterstützung von Kistler den 2. Platz beim Hyperloop-Wettbewerb in Los Angeles


Der per Linearmotor angetriebene Pod „Claude Nicollier“ von Swissloop erreichte eine Endgeschwindigkeit von 262 km/h


Der S-Motion Sensor von Kistler ist leicht und kompakt - er misst die Geschwindigkeit mit großer Präzision und sehr geringer Verzögerung