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Potenziale der Wertschöpfung im Schaltanlagenbau einfach aufzeigen: Ausgabe 16/2019, 09.10.2019

Soll- und Ist-Zustand in Minuten ermitteln

Wie kann man die Wertschöpfungskette im Schaltanlagenbau optimieren? Wo stehen Firmen heute in Bezug auf verfügbare digitalisierte und automatisierte Prozesse? Die Basis der Panel Building Automation Matrix bildet eine Feldstudie bei 150 Unternehmen inklusive definierter Fallstudie. Mit PAM analysieren Eplan-Berater innert Minuten den Status Quo von kundenspezifischen Prozessen im Schaltanlagenbau.

Bilder: Eplan

Die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette und Datendurchgängigkeit über Prozesse und Systeme hinweg – das sind die Voraussetzungen für die Prozessautomatisierung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Doch wie steht es heute um den Grad der Digitalisierung der Branche? Wo liegen noch Potenziale? Vielfach Unternehmen wissen nicht, wo sie konkret ansetzen können.

Arbeitsweisen per Benchmark analysieren
Eplan schafft Abhilfe: Eine softwarebasierte Methode ermittelt auf Basis einer Feldstudie mit 150 Unternehmen weltweit die einfach zu erzielenden Optimierungspotenziale, die in Bezug auf Maschinen, Software und Consulting in enger Zusammenarbeit von Eplan und Rittal umgesetzt werden können. Willkommener Nebeneffekt bei der Umsetzung: eine höhere Digitalisierung in der Fertigung und das Automatisieren von Wiederholaufgaben.
«Mit der Panel Building Automation Matrix (PAM) haben wir ein Tool entwickelt, das nahezu auf Knopfdruck die Arbeitsweise eines Unternehmens im Steuerungs- und Schaltanlagenbau analysiert und offene Potenziale im Fertigungsprozess aufzeigt», erklärt Haluk Menderes, Geschäftsführer von Eplan.
PAM bietet eine Analyse und Bewertung des aktuellen Workflows zur Herstellung elektrischer Schaltschränke in Bezug auf Profitabilität und Effizienz. Die Auswertung enthält Vorschläge für Optimierungen, deren Umsetzung und die erforderlichen Investitionen. Interessant für Kunden: Exakte Zeiteinsparungen in diversen Bereichen des Workflows – beispielsweise in der Verdrahtung, bei der Betriebsmittelbeschriftung oder in der NC-Fertigung – werden detailliert aufgelistet. Eine exakte ROI-Betrachtung (Return on Investment) gibt Aufschluss darüber, wann sich eine Investition beispielsweise in Software amortisiert.

Durchwegs positives Feedback
PAM ist seit Anfang Mai 2019 global bei Eplan im Einsatz und das Feedback von ersten amerikanischen Kunden ist begeisternd. «Mit PAM hat Eplan sein jahrzehntelanges Expertenwissen im Schaltschrankbau zu einem umsetzbaren, personalisierten Plan für den ROI in unserer Werkstatt gebündelt», erklärt Wright Sullivan, President von A&E Engineering Inc., und Jacob Wilson, Director Engineering, Sales and Development bei Design Ready Controls fügt hinzu: «PAM konnte unsere Arbeitsabläufe und Fertigungszeiten nach einer 20-minütigen Bewertung genau reproduzieren.» Das spornt Eplan und Rittal an, in Zukunft weitere Prozessschritte in die Analyse aufzunehmen. So ist angedacht, zusätzliche Software-Tools von Rittal zu integrieren – ebenso eine ROIBetrachtung für die Anschaffung von beispielsweise dem neuen Rittal Wire Terminal zur automatisierten Verdrahtung oder dem vollautomatischen Bearbeitungszentrum Perforex  aufzunehmen. Die Analyse per PAM erfolgt durch den Vertrieb und ist übrigens kostenlos und unabhängig vom Erwerb der Eplan-oder Rittal-Produkte.

Verdrahtung digital statt manuell
Viereinhalb Minuten: Das ist die Zeit, die ein Elektriker durchschnittlich aufwendet, um eine elektrische Verbindung aus dem Schaltplan in Form einer realen Verbindung im Schaltschrank zu installieren. Ca. 31 % der Zeit entfallen auf Vorbereitungsaufgaben wie Lesen des Stromlaufplans und Finden von Quelle und Ziel. 13 % der Arbeitszeit werden in das Vorbereiten des Drahtes – beispielsweise das Abschätzen der Drahtlängen – investiert, die restlichen 56 % sind das eigentliche Verdrahten: Ablängen, Kabelschuh aufbringen, Crimpen, verlegen. Das die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen, Universität Stuttgart. Es ist dabei eher die Regel als die Ausnahme, dass der Elektriker während des Verdrahtungsprozesses mehrfach vollständig durch den Stromlaufplan blättert, um die nötigen Informationen zusammenzutragen und bei Bedarf zu ergänzen. So geht knapp ein Drittel der Arbeitszeit für das Lesen und Interpretieren der Dokumente verloren. Das geht offen gesagt besser – und zwar digital: Das System der Wahl ist hier Eplan Smart Wiring. Die Daten basieren auf einem geprüften, digitalen Prototyp, der somit nur korrekte Ergebnisse zulässt.

Erklärtes Ziel: Der integrierte Prozess
Durch die Verknüpfung von Engineering und Produktion schaffen Eplan und Rittal perfekt aufeinander abgestimmte Kombinationen von Software-Lösungen, Systemtechnik, Maschinen und Services. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Ganzheitliche Lösungen erlauben auch die ganzheitliche Steigerung von Produktivität und Effizienz im Herstellungsprozess und darüber hinaus. Dazu werden Engineering und Konstruktion einerseits sowie Arbeitsvorbereitung und Produktion andererseits zu einem durchgängigen Prozess verknüpft. Digitale Artikeldaten, softwarebasierte Werkzeuge und standardisierte Schnittstellen in die Fertigung sind die Voraussetzung dafür.

Infoservice
EPLAN Software & Service AG
Grossmattstrasse 9, 8902 Urdorf
Tel. 044 870 99 00, Fax 044 870 99 09
info@eplan.ch, www.eplan.ch

 



Komplexität, Individualisierung, Normen, Last-minute-Änderungen und immer engere Liefertermine setzen den Schaltschrankbau unter enormen Kostendruck


Basis der Panel-Building-Automation-Matrix bildet eine Feldstudie bei 150 Unternehmen inklusive definierter Fallstudie


«Mit der Panel Building Automation Matrix, kurz PAM, haben wir ein sehr hilfreiches Tool entwickelt», erklärt Haluk Menderes, Geschäftsführer von Eplan


Heute gilt es, die wertschöpfenden Prozesse im Steuerungs- und Schaltschrankbau schneller, wirtschaftlicher und präziser zu gestalten

Hintergrund

Die zunehmende Komplexität der Steuerungstechnik und ihrer Komponenten, der Kundenwunsch nach Individualisierung, nationale wie internationale Normen, Last-minute-Änderungen und immer engere Liefertermine setzen den Schaltschrankbau unter enormen Kostendruck. Statt zukünftig auf den Ordner mit Betriebsmittel-listen, Montageplänen und dem Stromlaufplan als zentrale Fertigungsunterlage zu setzen, gilt es, die wertschöpfenden Prozesse im Steuerungs- und Schalt-schrankbau schneller, wirtschaftlicher und präziser zu gestalten. Das erfordert ein Umdenken dieser bislang eher traditionell geprägten Branche. Unternehmen haben erkannt: In der individuellen Gestaltung ihrer Wertschöpfungskette liegt heute das grösste Potenzial, um sich von ihren Wettbewerbern abzugrenzen und Alleinstellungsmerkmale zu schaffen.