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Glashersteller setzt für Retrofit von Produktionslinie auf Automatisierung von Siemens: Ausgabe 07/2019, 17.04.2019

Glasfertigung 365 Tage im Jahr

Die Firma Pilkington gehört zur NSG-Gruppe und fertigt in zwei Linien Flachglas – vor allem für den Bauglasbereich. Um weiterhin wirtschaftlich produzieren zu können, musste die Linie «Float 2» nach zehn Jahren Dauerbetrieb mit einem Retrofit modernisiert werden. Um das Mammutprojekt im gesetzten Zeitrahmen von nur 100 Tagen realisieren zu können, setzte Pilkington auf seinen langjährigen Partner Siemens.

Bilder: Pilkington

Für das Upgrade der Linie kommen hochmoderne Automatisierungslösungen von Siemens zum Einsatz. Damit ist es Pilkington möglich, durch intelligente Regelungen den Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen zu reduzieren. Mit der offenen Systemarchitektur ist zudem ein hohes Mass an Flexibilität möglich. «Float 2» hat über zehn Jahre beachtliche Zahlen geliefert: Bis zu 810 t Glas täglich, 365 Tage ohne Pause. Damit lieferte die Linie in Summe ein Glasband, das bei einer Breite von 3,5 m rund 75 000 km lang wäre. Das reicht, um die Erde fast zweimal zu umspannen.

Zukunftssichere Investition Nach dieser Leistung und auch, weil die Ersatzteilversorgung immer schwieriger wurde, hatte sich die Linie ein Retrofit redlich verdient. Für die Kaltreparatur musste die Linie völlig stillgelegt werden. Im Zuge des Upgrades wurde auch das Prozessleitsystem durch eine hochmoderne Lösung von Siemens ersetzt, dessen Einsatz vorab in Karlsruhe in einem Factory­Acceptance­Test – Werksabnahme – geprüft und bestätigt wurde. «Mit dem Umstieg auf ein Prozessleitsystem PCS 7 haben wir nun auch in Float 2 eine zukunftssichere Investition getätigt, von der wir sehr überzeugt sind», so der Pilkington­Werkleiter Reinhold Gietl.

Intelligent, flexibel und zukunftssicher
Mit dem neuen dezentralen Leitsystem ist eine hohe Qualität des Produktionsprozesses sichergestellt, da das Prozessleitsystem PCS 7 die exakte Einhaltung aller Parameter während der Glasherstellung überwacht. Zusätzlich tragen intelligente Regelungen zur Energieeinsparung und zur Minimierung der Schadstoffemissionen bei. Das Prozessleitsystem bietet damit die optimale technische Basis, um die wachsenden Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit erfüllen zu können. Zugleich erlaubt die offene Systemarchitektur ein hohes Mass an Flexibilität, was Voraussetzung ist für weitere technische Erweiterungen.

Mit Teamwork zum Erfolg
«Bei der Leitsystem­Erneuerung arbeitete unsere zentrale Engineeringabteilung von Pilkington eng mit den Spezialisten von Siemens und den Werksmitarbeitern aus Weiherhammer zusammen. Der Zusammenschluss von Automatisierungs­ und Projektierungsfachleuten hat perfekt funktioniert», resümiert Gietl. «Die seit Jahren intensive und bewährte Zusammenarbeit mit Siemens sorgt dafür, dass ein derart komplexes Projekt überhaupt in dieser so kurzen Zeit optimal über die Bühne gehen kann.»

Flyer Simatic PCS 7: 07_19.50.pdf

Infoservice Siemens Schweiz AG Freilagerstrasse 40, 8047 Zürich Tel. 0848 822 844, industry.ch@siemens.com www.siemens.ch/industry

 



Mit dem neuen dezentralen Leitsystem PCS 7 ist eine hohe Qualität des Produktionsprozesses sichergestellt