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Modernisierungen machen sich bezahlt: Ausgabe 05/2019, 21.03.2019

Modernisierungen machen sich bezahlt

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass heute noch ein Gerät von vor 100 Jahren im Einsatz ist. Allerdings hat es eine Stadt in Kalifornien in die Schlagzeilen geschafft, indem sie genau das gemacht hat. Könnte das Festhalten an älteren Technologien auch für Hersteller interessant sein?

Bilder: fotolia/fotorice

Das Centennial Light (dt. das hundertjährige Licht) in Livermore, Kalifornien, wurde 1901 eingeschaltet und hält nun einen GuinnessWeltrekord als die am längsten leuchtende Glühlampe. Auch wenn Hersteller kaum Ausrüstung verwenden, die über 100 Jahre alt ist, arbeiten die meisten Produktionseinrichtungen mit Altgeräten, die 20 bis 30 Jahre alt sind, obwohl sie nicht mehr vom Erstausrüster (OEM) hergestellt werden.

Modernisierung statt neu kaufen Die Altausrüstung steht aber der Realisierung von Industrie 4.0 im Wege und verhindert, dass die Hersteller wettbewerbsfähig bleiben. Doch anstatt Neuausrüstung zu kaufen, sollten Hersteller überlegen, wie sie ihre Altgeräte für die Industrie 4.0 fit machen können. Die M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine) ist eine der wichtigsten Methoden, mit denen Hersteller Industrie 4.0 verwirklichen können. Mittels neuerer Ausrüstung kann über das industrielle Internet der Dinge (IIoT) eine Verbindung hergestellt werden, um diese Kommunikation zu ermöglichen.
Die Data Station Plus von Red Lion erlaubt nicht nur die Kommunikation, sondern versetzt die Hersteller auch in die Lage, all ihre Daten zu sammeln und zu verwalten. Es schliesst die Lücke zwischen seriellen, Ethernet- und Feldbus-Geräten, um Informationen von SPS, Antrieben und anderen Einrichtungen nutzbar zu machen. Dank diesem Gerät braucht man sich keine Gedanken mehr machen, ob die alte Maschine in die bestehende Anlage integriert werden kann.

Intelligenter arbeiten
Die Grundlagen der Motortechnologie haben sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert, so dass Hersteller nur selten in neuere Modelle investieren müssen. Bei Motoren handelt es sich bekanntermassen um eine einfache Technologie, so dass viele Hersteller vielleicht annehmen, dass ihre Motoren für immer «wie geschmiert» laufen werden. Motoren gehören jedoch auch zu den Ausrüstungsteilen in der Fabrikhalle, die am meisten Energie verbrauchen. Also müssen sie so effizient wie möglich laufen. Um eine prädiktive Instandhaltung der Motoren zu ermöglichen, können Hersteller diese mit dem ABB Ability Smart Sensor ausstatten. Dadurch werden die Motoren zu intelligenten, drahtlos verbundenen Geräten, die Informationen über Vibrationen, Temperaturen und andere Parameter liefern.

Orange ist das neue Schwarz
Für Hersteller kann es schwierig sein, Daten von Altgeräten abzurufen, weil damals Industrie 4.0 kein Thema war. Allerdings haben Hersteller die Möglichkeit, ihre Altausrüstung nachzurüsten und auf den neuesten Stand zu bringen. Auf diese Weise können sie den Austausch ihres gesamten Systems vermeiden. Die Orange Box von B&R kann beispielsweise Maschinendaten von älteren Geräten auslesen, ohne dass Änderungen an Hard- oder Software erforderlich wären. So lässt sich  die Instandhaltung optimieren, die Gesamtanlageneffektivität steigern und die Effizienz entlang der Produktionslinie verbessern.
Somit haben Instandhaltungstechniker über einen Zulieferer für obsolete Industriebauteile die notwendigen Ersatzteile beschaffen und die Altausrüstung instandsetzen, bevor die Produktion beeinträchtigt wird.

Infoservice
EU Automation
Parker Court, Staffordshire Technology Park
Stafford, ST18 0WP, UK
Tel. 043 508 16 65, www.euautomation.com

 



Die M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine) ist eine der wichtigsten Methoden, mit denen Hersteller mit ihrem alten Maschinenpark Industrie 4.0 verwirklichen können