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Produkte für das Arbeiten unter Reinraumbedingungen: Ausgabe 04/2019, 07.03.2019

Sauberkeit auf höchstem Niveau

Das Arbeiten unter Reinraumbedingungen ist in der Elektro- und Medizintechnik sowie der Pharma-, Lebensmittel- und Halbleiterindustrie überwiegend selbstverständlich. Durch den vermehrten Einsatz von Mikroelektronik im Automotivbereich und die dadurch steigenden Anforderungen an die Technische Sauberkeit, wird der Reinraum künftig auch die Automobilindustrie immer stärker durchdringen.

Bilder: Maschinenbau Kitz

Die Definition von Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen kleinstmöglich gehalten wird. Die Reinheit der Luft wird nach Reinheitsklassen klassifiziert, und die Ausstattung eines Reinraums muss den empfindlichen Anforderungen der jeweiligen Partikelreinheitsklasse entsprechen. Demnach müssen Spalten, Löcher und raue Oberflächen vermieden werden, um Partikelablagerungen besser entfernen zu können und somit Verunreinigungen zu reduzieren.
Konstruktionen, wie Maschinengestelle, Schutzumhausungen, Arbeitsplätze oder Arbeitsbühnen müssen in einer reinraumgerechten Umgebung die der Reinheitsklasse entsprechenden Anforderungen erfüllen. Hierfür bietet mk ein umfangreiches Portfolio an Reinraumprofilen und entsprechendem Zubehör an.

Aluminium-Reinraumprofile
Die Reinraumprofile haben eine glatte und ebene Oberfläche, wodurch Schmutzansammlungen verhindert werden. Bei Verbindungen der Profile untereinander, ist durch den Kantenradius von nur 1 mm ein glatter Übergang nahezu ohne Lücken oder Spalten gegeben. Durch das aufgeräumte und glatte Design hat eine Konstruktion aus Reinraumprofilen zudem den Vorteil, dass sie sehr hochwertig und edel wirkt.
Es stehen ein- bis vierseitig geschlossene Profile mit eckigen Querschnitten sowie zwei Rundprofile zur Verfügung. Eines der traditionell wichtigsten Produktmerkmale der Aluminium-Profiltechnik ist die offenliegende Systemnut. Sie erlaubt den Ingenieuren die nötige Flexibilität für die Konstruktion eines stufenlos anpassbaren Profilgestells. Bei
Reinraumprofilen ist diese Nut geschlossen, kann aber bei Bedarf teilweise oder vollständig geöffnet werden. Anschliessend kann die geöffnete Nut zum Einsatz von Verbindungselementen oder für die Befestigung von Anbauteilen genutzt werden.

Verbindungselemente
Um eine reinraumgerechte Verbindung der Profile untereinander zu gewährleisten, muss ein Anschluss möglichst ohne äussere Störkonturen geschaffen werden. Sie muss gut zu reinigen sein und keine unnötige Ecken und Kanten für Partikelablagerungen bieten.
Der Reinraumverbinder ist hierfür optimal geeignet. Er besteht aus Edelstahl und verbindet sauber und verdrehsicher Reinraumprofile der Serie 40. Die Verdrehsicherung wird stirnseitig in ein mit Gewindeeinsatz bestücktes Profil geklippt und im Gegenprofil durch einen 10-mm-Bohrkanal festgezogen. Die Bohrung wird abschliessend mit einem Stopfen oder Aufkleber sauber verschlossen.
Der Spannverbinder mit Druckstück ist ebenso für die Nutzung im Reinraum geeignet, da er nicht stirnseitig in ein Profil eingeschoben werden muss. Er wird in die geöffnete Nut eines Reinraumprofils eingesetzt und im Gegenprofil durch einen 10-mm-Bohrkanal festgezogen. Die Bohrung wird ebenfalls abschliessend mit einem Stopfen oder Aufkleber verschlossen. Mit der Einschwenklasche 1 aus Edelstahl kann man problemlos Anbauteile montieren. Das Federblech fixiert die Lasche in der geöffneten Nut des Reinraumprofils, so dass auch eine Anwendung in der Senkrechten möglich ist. Zudem gewährleistet die ESDFunktion die Leitfähigkeit der Verbindung.

Verschlussprofile und Endkappen
Als Alternative zu Reinraumprofilen oder als nachträgliche Lösung kann die Systemnut eines herkömmlichen Profils auch mit sogenannten Verschlussprofilen abgedichtet werden. Dadurch werden ebenfalls Schmutzansammlungen verhindert. Verschlussprofile aus Aluminium sitzen nach dem Einschlagen bündig in der Nut. Verschlussprofile aus verschiedenfarbigem Kunststoff setzen optische Akzente oder geben Hinweise auf die möglicherweise darunter befindlichen Versorgungsleitungen.
Endkappen aus Kunststoff verschliessen die Stirnseite eines Profils. Durch einfaches Aufstecken wird die Endkappe im Profilende fixiert und sorgt für einen sauberen Abschluss und eine hochwertige Optik. Zudem schützen sie vor scharfkantigen Schnittflächen.

Gurtförderer Reinraum GUF-R 2000 lässt sich leicht reinigen
Um den Baukasten für eine reinraumgerechte Fabrikautomation zu vervollständigen, beinhaltet das Portfolio auch ein zertifiziertes Gurtfördersystem für den Einsatz in Reinräumen. Der Gurtförderer Reinraum GUF-R 2000 wurde auf Grundlage des Fördersystems GUF-P 2000 so optimiert, dass eine möglichst geringe Partikelemission entsteht. Ausserdem verursacht der Förderer im Betrieb kaum Luftverwirbelungen durch den Einsatz eines oberflächengekühlten Glattmantelmotors. Dank glatter und grosser Flächen ist der Förderer besonders leicht zu reinigen. Das System mit der Antriebsausführung AF wurde vom Fraunhofer Institut IPA für die Luftreinheitsklasse 4 nach DIN ISO 14644 01 zertifiziert. Dank seines modularen Aufbaus und den eloxierten Zubehörteilen, wie Seitenführung oder Bandständern ist der Gurtförderer vielfältig einsetzbar. Für den Aufbau werden geschlossene Reinraumprofile der Serie 50 und Stellfüsse aus Edelstahl verwendet. Er lässt sich damit gut in bestehende Reinräume integrieren.

Infoservice
Promec Automation AG
Rolliweg 21, 2543 Lengnau
Tel. 032 462 00 20, Fax 032 462 00 29
info@promec-automation.ch www.promec-automation.ch

 



Die farbigen Verschlussprofile verhindern Schmutzansammlungen


Eine reinraumgerechte Umhausung einer Handlingeinrichtung