Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
28.05.2018

Lange Lieferzeiten in der Elektronikindustrie verändern den Distributionsmarkt

Aufgrund starker Nachfragen verlängern sich die Lieferzeiten von elektronischen Bauteilen. Zusätzlich setzen immer mehr Hersteller auf Exklusivdistributoren. Das verstärkt die Verknappung. Welche Rolle spielen dabei Non-Franchise-Unternehmen?
Die Marktsituation der Elektronikindustrie ist angespannt. Seit Monaten steigt der Bedarf an Bauteilen – in allen Bereichen. Distributoren von Halbleiterprodukten beispielsweise müssen mit bis zu 56 Wochen Lieferzeit rechnen. Wer erst jetzt auf diese Entwicklung reagiert, kann seine Kunden nur noch schwer bedienen. Anders verhält es sich da bei Non-Franchise-Distributoren. Diese sind vertraglich nicht an Hersteller gebunden und können flexibel agieren: mit kürzeren Lieferzeiten zu angemessenen Preisen. Das macht sie für den Rest der Branche zu schwarzen Schafen. Doch ist das gerechtfertigt?
„Für den Wettbewerb ist es wichtig, dass es Leute wie uns gibt. Leider nimmt der Hype der Franchiser gegen uns zu, je angespannter die Lage wird“, so Christian Peter, Geschäftsführer von Intertec Components GmbH. Seit 25 Jahren positioniert sich die Firma erfolgreich als Non-Franchise-Unternehmen von elektronischen Bauelementen auf dem Markt. Der Distributor bietet seinen Kunden mehrere strategische Maßnahmen zur Vermeidung von Lieferengpässen. Dazu zählen ein vorausschauendes Beschaffungsmanagement sowie langjährige und zuverlässige Kontakte zu weltweiten Vertragspartnern, die Zugriff auf Lagerware und faire Preise haben. Außerdem wurde das firmeneigene Lager vergrößert und bietet nun Platz für Zwischendepots. Somit können Lieferpläne flexibel bedient werden.  Verkauft wird ausschließlich Originalware mit lückenloser Rückverfolgbarkeit.
Tatsächlich erfahren Einkäufer aktuell, dass Exklusivdistributoren durch ihre Monopolstellung stetig höhere Preise diktieren. Einpartnerstrategien können folglich in eine Abhängigkeit führen und sind anfällig für Produktionsstopps, beispielsweise durch Lieferverzögerungen oder falsch disponierte Liefertermine. Unabhängige Distributoren eignen sich daher als Alternative beziehungsweise Zweitquelle.

www.intertec.org

 



Verena Engelhardt, Chief Sales Officer COMPONENTS; Intertec Components GmbH, Christian Peter, CEO; Intertec Components GmbH