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Im Zeitalter des Industrial Internet of Things und Industrie 4.0 : Ausgabe 04/2018, 01.03.2018

Trends in der industriellen Kommunikation

Die folgenden Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Marktanteile industrieller Netzwerke im Bereich der Fabrikautomation stammen von HMS Industrial Networks. Sie beruhen auf jährlich 600 000 verkauften Kommunikationsschnittstellen, internen Einschätzungen und der Auswertung von Marktstudien.

Bilder: HMS

Im Zeitalter des Industrial Internet of Things (IIoT) und der Industrie 4.0 wird die Kommunikationsschnittstelle immer mehr zur Schlüsselfunktion. Das Datenvolumen und die Datengeschwindigkeit steigen rasant an und die Security spielt eine immer wichtigere Rolle. Zukunftsfähige Automatisierungskomponenten müssen heute sowohl die bewährten industriellen Feldbus- und Industrial-Ethernet-Netzwerke für die Prozessdatenübertragung als auch die TCP/IP-basierten Protokolle der IT-Technik unterstützen. Ausserdem werden für die Industrie Wireless-Netzwerke wie zum Beispiel Bluetooth und WLAN zunehmend interessanter und wichtiger. Als ob das nicht schon genug wäre, rücken mit OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture), die alle bisherigen Spezifikationen (OPC DA, OPC HDA, OPC A/E) ersetzt, und TSN (Time Sensitive Network) weitere Kommunikationsstandards in den Fokus.

Kein einheitlicher Standard in Sicht – Feldbusse immer noch vorne

Auch wenn die für den Anwender nutzbaren Funktionen der einzelnen Bussysteme meist ähnlich sind, haben die Busprotokolle im Detail wenig gemeinsam. Nach wie vor ist kein einheitlicher Standard in Sicht. Einzige Lösung: Automatisierungsgeräte und Maschinen mit Multiprotokollschnittstellen. Die Feldbus­technik ist ausgereift und gerade deshalb bei Anwendern weiterhin beliebt. Denn Profibus & Co. sind bewährt, stabil und zuverlässig. Nach Einschätzung von HMS werden 48 % (2016: 58 %) der neuen industriellen Netzwerke auch 2017 noch auf der Basis bewährter Feldbusse realisiert. Mit 14 % am weitesten verbreitet ist Profibus. Feldbusse haben ihren Zenit nach wie vor noch nicht überschritten und HMS schätzt die jährliche Wachstumsrate für Feldbusse 2017 auf ca. 4 % (2016: 7 %). Gegenüber den Vorjahren hat sich das Wachstum bei den Feldbussystemen jedoch merklich verlangsamt.

Industrial Ethernet ergänzt klassische Feldbusse

Bei Industrial Ethernet sind weiter grosse Zuwächse zu beobachten. HMS schätzt das jährliche Wachstum von Industrial Ethernet 2017 auf ca. 22 % (2016: 20 %) und den Marktanteil insgesamt auf 46 % (2016: 38 %). Bei neuen Anlagen ist Industrial Ethernet die bevorzugte Technologie für die industrielle Kommunikation. Profinet und EtherNet/IP liefern sich mit je ca. 11 % Marktanteil ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Profinet in Europa und EtherNet/IP in Amerika dominiert. EtherCAT ist weiter auf dem Vormarsch und insbesondere in der Halbleiterindustrie und in Motion-Control-Anwendungen weit verbreitet.

WLAN und Bluetooth sind heute Standardnetzwerke

Wireless-Netzwerke kann man als Basistechnologie für innovative Maschinen- und Bedien­konzepte bezeichnen. Sie sind nach Einschätzung von HMS mit einer Wachstumsrate von 32 % (2016: 30 %) das am schnellsten wachsende Segment in der industriellen Kommunikation. HMS veranschlagt den Marktanteil der neu installierten Wireless Netzwerke 2017 auf ca. 6 % (2016: 4 %). WLAN und Blue-tooth haben sich von der Sonderlösung zum Standardnetzwerk für mobile oder rotierende Anwendungen sowie zur Basistechnologie beim Einsatz von Smart Devices als Ersatz für die klassischen HMIs etabliert. 

Infoservice

HMS Industrial Networks GmbH
Innere Margarethenstrasse 5, 4051 Basel
Tel. 061 511 34 20, Fax 061 511 34 29
sales@hms-networks.ch, www.hms-networks.ch



Innovative Maschinen- und Bedienkonzepte kommen heute kaum mehr ohne Wireless-Netzwerke aus


Konsolidierte Schätzung von HMS für 2017 auf Basis der Anzahl neu installierter Knoten im Jahr 2016 in der Fabrikautomation sowie verschiedener Marktstudien und eigener Statistiken

Firmenprofil

HMS Industrial Networks ist einer der führenden unabhängigen Hersteller von Produkten für die industrielle Kommunikation, einschliesslich industrieller Fernwartung. HMS entwickelt und fertigt Lösungen zur Anbindung von Automatisierungsgeräten an industrielle Netzwerke und vertreibt seine Produkte unter den Marken Anybus, IXXAT und eWON. Die Entwicklung und Fertigung erfolgt im Stammhaus in Halmstad/Schweden, in Ravensburg/Deutschland und in Nivelles/Belgien. Eigene Niederlassungen in China, Deutschland, der Schweiz, Finnland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, UK und USA übernehmen den lokalen Vertrieb und Support. HMS beschäftigt über 500 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Umsatz auf 101 Mio. Euro.