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Feinstbearbeitung von Bohrungen dank bürstenlosen DC-Motoren: Ausgabe 19/2018, 22.11.2018

Sie geben Löchern den letzten Schliff

Kleinste Bohrungen nachbessern: Die Firma Microcut zeigt, wie man erfolgreich einen Nischenmarkt besetzt. Die Ingenieure der Berner Firma konsultieren für den Bau ihrer Maschinen regelmässig den Online-Shop von maxon.

Bilder: Microcut

Feinstbearbeitung von Bohrungen – das tönt zunächst nicht nach einem besonders spektakulären Geschäftsfeld. Doch die Mitarbeiter der Schweizer Firma Microcut in Lengnau haben hier eine Technik zur Perfektion gebracht, die sie zu international gefragten Profis macht. «Microcut Bore Sizing» nennen sie ihr Verfahren. Vereinfacht gesagt geht es darum, kleinste Bohrungen auszubessern. Und klein ist wirklich klein: Es geht oft um Masse im Mikrometerbereich. Die kleinsten Bohrungen sind 0,015 mm gross – da passt nicht mal ein menschliches Haar durch.
«Wir bohren selber keine Löcher, wir verbessern bestehende Bohrungen», bringt es Microcut-Ingenieur Adolf von Burg auf den Punkt. Gerade in Märkten wie Medizinal- und Glasfasertechnik oder Automobilindustrie sind perfekte Bohrungen gefragt – man denke beispielsweise an medizinische Kanülen, an kleinste Einspritzdüsen oder an Bestückungsinstrumente in der Mikroelektronik.

Honen im Miniaturformat
Laien können sich das Bearbeitungsverfahren als eine Art Schleifprozess vorstellen. In der Fachsprache nennt man es «Honen». Eine gängige Technik ist das Honen beispielsweise bei den Zylindern eines Automotors. Nur wenn diese innen perfekt rund und glatt sind, laufen die Kolben darin geschmeidig auf und ab. Microcut tut genau das – nur in viel kleineren Dimensionen. Durch eine bestehende Bohrung wird – je nach Durchmesser – ein nadelartiger Stab oder Draht geführt, der mit feinsten Diamantkörnchen bestückt oder von einer flüssigen Diamantsuspension umgeben ist. Durch die hochpräzise Drehung und längs gerichtete Bewegung des Drahts im Bohrloch wird dieses vergrössert, zentriert, runder gemacht oder glatt poliert.
Das Kleinunternehmen bearbeitet die Werkstücke nach Kundenauftrag direkt auf den eigenen Maschinen. Das Hauptgeschäftsfeld aber ist die Entwicklung und der Verkauf solcher Maschinen an Kunden in der ganzen Welt. Etwa fünf bis zehn kundenspezifische Anlagen liefert Microcut pro Jahr aus.

Motoreneinkauf via Online-Shop von maxon
In ihren selbst entwickelten Maschinen setzt die Firma Microcut vorzugsweise Motoren von maxon ein. «Der Einsatz von maxon-Komponenten hat bei uns Tradition», sagt Entwicklungsingenieur Thomas Kohler. In Sachen Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Präzision seien die bürstenlosen DC-Motoren von maxon unübertroffen. Auch Getriebe, Encoder und Steuerungen bezieht Microcut unter anderem vom Schweizer Antriebsspezialisten. Seit einiger Zeit nutzt Einkäufer und Ingenieur Adolf von Burg dazu den Online-Shop von maxon. «Ein grosser Vorteil ist, dass ich die Verfügbarkeit und die Preise direkt sehe. Der Shop ist sehr praktisch und übersichtlich aufgebaut.» Auch von der Möglichkeit, die Komponenten online zu konfigurieren und kombinieren, haben die Ingenieure von Microcut schon öfters Gebrauch gemacht.
maxon ist übrigens nicht nur Lieferant, sondern selbst auch Kunde von Microcut. Das Berner Unternehmen bearbeitet Bohrungen in kleinen Keramikteilen, die von maxon motor in Sexau hergestellt werden. Weiterführende Informationen zum Online-Shop gibt es unter: shop-vorteil.maxonmotor.ch.

Infoservice
maxon motor ag
Brünigstrasse 220, 6072 Sachseln
Tel. 041 666 15 00, Fax 041 666 16 50
info@maxonmotor.com, www.maxonmotor.com



Thomas Kohler (links) und Adolf von Burg


Drosselbohrung für Kraftstoffeinspritzung mit 0,35 mm Durchmesser