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D-Sub-Steckverbinder trotz schmalem Gehäuse leicht mit Käfigzugfederanschluss zu montieren : Ausgabe 07/2017, 26.04.2017

Sicherer Kontakt

Häufig sind die Bedingungen, unter denen man Steckverbinder mit Leitungen verlötet, alles andere als ideal. Es gibt nun eine Steckverbindung mit schmalem Gehäuse, die mit einem Käfigzugfederanschluss ausgestattet ist und dank kompaktem Aufbau eine direkte Aneinanderreihung mehrerer Steckverbinder erlaubt. Somit lässt sie sich zeitsparend und zuverlässig mit einfachem Werkzeug montieren.

Bilder: KnorrTec

Seit mehr als 60 Jahren sorgen D-Sub-Stecker bei PCs und grossen Produktionsanlagen für eine reibungslose Datenübertragung. Weniger reibungslos dagegen verläuft oftmals die Montage: Um einen sicheren und festen Anschluss gewährleisten zu können, müssen die Leitungen durch Löten oder Crimpen an den Steckverbinder angeschlossen werden, was häufig mit einem hohen Aufwand und Zeitverlust einhergeht, da dafür teures Spezialwerkzeug notwendig ist. Auch die Fixierung mittels Schraubklemmen ist aufwendig und birgt Risiken: Die Schrauben können sich mit der Zeit lösen und müssen deshalb regelmässig nachgezogen werden, um Betriebsausfälle zu vermeiden.

Käfigzugfederanschluss ohne aufwendige Montage

«Situationen, in denen der Fachmann Kontaktstellen über Kopf auf engstem Raum und bei schlechtem Licht anschliessen muss, sind keine Seltenheit», erklärt Franz Knorr, Inhaber von KnorrTec. «Wird dann ein Draht falsch verlötet, sind die Reparaturarbeiten mit noch höherem Aufwand verbunden.»

Ein weitaus unaufwendigeres Verfahren, um einen D-Sub-Steckverbinder zu befestigen, ist das Crimpen. Das Aufbringen der Stecker muss in der Regel jedoch mit teurem Spezialwerkzeug erfolgen, dessen Anschaffung sich nur lohnt, wenn man dieses auch regelmässig benutzt. Auch Reparaturarbeiten können zu einem langwierigen Unterfangen werden.

Dagegen lassen sich D-Subs mit Käfigzugfederanschluss verhältnismässig schnell und einfach montieren. Bisher hatten die erhältlichen Standardgehäuse jedoch nicht die passenden Masse, um einen solchen Anschluss unterzubringen.

Anschlusstechnik erlaubt einfache Fehlerkorrektur

Jedoch ist etwa bei KnorrTec eine Lösung erhältlich, die den Anschluss der Leitung mit Käfigzugfederklemmen zulässt. Die bei D-Sub-Steckverbindern gängige Verriegelungsart mittels Rändelschrauben ist dabei gewährleistet. Durch diese Anschlusstechnik ist eine Fehlerkorrektur weitaus einfacher zu bewerkstelligen, da lediglich das Gehäuse aufgeschraubt und die Käfigzugfederanschlussklemme geöffnet werden muss. Auch nach mehrmaligem Öffnen und Schliessen der Klemme stellt diese eine sichere Verbindung her.

Dagegen bieten Schraubklemmen weniger Langzeitsicherheit: Die Leitungen, die angeschlossen werden, bestehen aus Kupferlitzen. Durch das Fliessverhalten des Kupfers kann es zur Erhöhung des Übergangswiderstandes und damit zu einer Verschlechterung der Kontaktierung kommen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Steckverbinder trotz Käfigzugfederanschluss sehr ­schmal und damit platzsparend ist. Die Steckverbinder lassen sich ohne Platzverlust Gehäuse an Gehäuse verbauen und bieten daher eine sehr effiziente Lösung, wenn zum Beispiel nur wenig Platz vorhanden ist oder eine Vielzahl von Steckverbindern angeordnet werden sollen.

Steckverbindung universell einsetzbar

Inzwischen wird der D-Sub bei KnorrTec in verschiedenen Varianten in Serie produziert, da die Nachfrage nach einer solchen Lösung gestiegen ist. «Der Stecker in Industriequalität kommt ohne Löten oder Crimpen aus und ist dabei auf etwa 200 Steckzyklen ausgelegt. Für die Montage wird lediglich Standardwerkzeug benötigt», so Knorr. Je nach Beanspruchung im Anwendungsfall kann er damit eine Nutzungszeit von etwa zehn bis 15 Jahren überdauern.

Dem Einsatz sind so kaum Grenzen gesetzt: Industrie-PCs können mit dem Steckverbinder genauso ausgestattet werden wie SPS-Steuerungen oder Industriedrucker. Auch selten eingesetzte Interfaces wie etwa spezielle Industrieschnittstellen lassen sich somit anschliessen. Daneben birgt die Energiewende neue Möglichkeiten, wie der Geschäftsführer erläutert: «Der neue D-Sub eignet sich für den Anschluss von CANBUS-Schnittstellen, die etwa in Windkraftanlagen Verwendung finden.» Ausserdem sei die Messtechnik als Einsatzgebiet denkbar, ergänzt er. 

Infoservice

Franz Knorr Technische Lösungen
Kapellenbergstrasse 34, DE-93176 Beratzhausen
Tel. 0049 9493 951 96 90, Fax 0049 9493 951 96 79
info@knorrtec.de, www.knorrtec.de



Durch das schmale Gehäuse und die einfache Montage eignet sich der Steckverbinder in Windkraftanlagen oder in der Messtechnik


Den D-Sub-Steckverbinder mit Schraubverriegelung gibt es in einer 9-, 15- oder 25-poligen Version sowie als HD-Variante

Produktprofil

KnorrTec bietet den Stecker in einer 9-, 15- oder 25-poligen Variante mit den Massen 31 × 60 × 16,6 bzw. 39,5 × 75 × 16,6 oder 53 × 75 × 16,6 mm an. Das Gehäuse wird als reine Kunststoffvariante angeboten oder als metallisiertes Modell für EMV-kritische Anwendungen. Letztere Variante ist mit einer Nickelschicht überzogen. Diese sorgt für eine gute Leitfähigkeit, sodass der D-Sub unanfällig gegenüber Störungen ist. Der Leiteranschluss erfolgt über die Käfigzugfeder; daneben wird der Steckverbinder mit einer Schraubverriegelung mit zwei Rändelschrauben 4/40 UNC befestigt. Eine Kabelschelle sorgt für die nötige Kabelzugentlastung. Anschliessbare Leitungen können über einen maximalen Aderquerschnitt von 0,5 mm2 und einen Manteldurchmesser von höchstens 10,5 mm verfügen. Eingesetzt werden kann die Steckverbindung mit Schutzart IP20 bei –20 bis +85 °C und hält damit extremen Temperaturen stand. Die Spannungsfestigkeit beträgt 100 V, die Stromtragfähigkeit 1,2 A bei einer Prüfspannung von 1 kV/mm und Luft- und Kriechstrecken von 0,5 mm. Daneben bietet das Unternehmen einige Varianten auch als dreireihige HD-Stecker an. Bei Bedarf bietet KnorrTec auch gerne die Entwicklung von Sonderlösungen schon in kleiner Stückzahl an.