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Zuverlässige Temperaturmessung in der Medizintechnik : Ausgabe 05/2017, 16.03.2017

Gesundheitsförderndes Messgerät

Medizintechnische Geräte entwickeln sich rasant weiter. Die damit einhergehenden Anforderungen an die Lieferanten von Gerätekomponenten steigen in gleichem Masse. Die Optris GmbH reagiert darauf, indem sie ihre Sensoren zur berührungslosen Temperaturmessung regelmässig anpasst und verbessert.

Bilder: Optris

Medizingeräte sind oftmals klein und kompakt, daher ist die Bauform der Temperatursensoren eine wichtige Voraussetzung für deren Einsatz. Durch den ständigen Austausch mit Kunden sind Infrarotthermometer wie das Optris-CS-LT für die Medizintechnik optimiert. Das CS LT passt aufgrund einer Länge von nur 87 mm und einem Durchmesser von 12 mm optimal in kleinste medizinische Geräte und Produkte. Die spezielle Variante CSmed LT bietet Kunden den Vorteil, dass durch ein kurzes Verbindungskabel mit Stecker ein einfaches und schnelles Ein- und Ausbauen des Thermometers möglich ist (z. B. zur regelmäs­sigen Kalibrierung).

Kälteschocktherapie zur Behandlung beispielsweie von Muskelverhärtungen

Das CS LT kommt in der Medizintechnik regelmässig zum Einsatz, wie z. B. in der Kryotechnik. Die Kryotechnik, auch als Tieftemperaturtechnik bekannt, setzt man zur Erzeugung niedriger Temperaturen ein. Der Temperaturbereich liegt hier unterhalb von etwa –150 °C. Die Medizin verwendet diese Technik für Behandlungen mit Kälteschock. Die Kälteschocktherapie hilft bei Sportverletzungen, Schwellungen, Entzündungen, Blutergüssen oder Muskelverhärtungen, aber auch bei Ödemen, Hämatomen oder Narbengewebe. Dadurch können sich Entzündungsstellen schneller abbauen, was auch der Schmerz-linderung dient.

Für den Thermoschock verwendet man beispielsweise Gasflaschen mit flüssigem Kohlenstoffdioxid-Gas (CO2). Das flüssige Gas kommt mit 1 bis 2 Bar aus der Gasflasche, es lässt sich als Trockeneis auf die Haut auftragen. Während dieses Prozesses kühlt die Haut des Patienten innerhalb einer halben Minute von ca. 32 °C normaler Hautoberflächentemperatur auf 2 bis 4 °C hinunter. Dabei ist permanent zu prüfen, dass die Haut nicht zu stark gekühlt wird, um Verletzungen beim Patienten zu vermeiden.

Zur einfachen Kontrolle der Temperatur der Hautoberfläche arbeitet das CS LT in der Kopfeinheit der Pistole. Die gemessene Oberflächentemperatur erscheint auf einem Display. Aufgrund des weiten Temperaturmessbereichs des CS LT von –40 bis +1030 °C kann es in der Kälteschocktherapie optimal eingesetzt werden.

Thermoformgeräte zur Herstellung von Dentalprodukten

Ein wichtiges Einsatzfeld von Infrarottemperatursensoren in der Medizintechnik ist der Einbau von IR-Thermometern in Thermoformgeräten, welche bei der Herstellung von Dentalprodukten zum Einsatz gelangen. Als Beispiel dient hier ein Unternehmen, welches Tiefziehmaschinen für Dentallabore herstellt. Mit den Geräten stellt man einen individuell angepassten Mundschutz her, z. B. zum Schutz bei sportlichen Aktivitäten.

Vor dem Formen des Einlagerohlings (Kunststofffolie) erwärmt ihn ein Infrarotstrahler auf die Solltemperatur und homogenisiert ihn thermisch. Eine hohe Homogenität über die Fläche und eine korrekte Einstellung der Umformtemperatur führen zu qualitativ hochwertigen Umformergebnissen.

Um diese gleichförmige Produktqualität des Materials zu erreichen und lokale Verbrennungen und Rissbildungen zu vermeiden, muss man die Temperatur überwachen. In bisherigen Anlagen ermittelte man die Temperatur mittels berührender Messung am Strahler. Neuerdings nutzt man die Vorteile der berührungslosen Temperaturmessung. Das Pyrometer CS LT, das unterhalb der Infrarot-heizung eingebaut ist, erfasst die Temperatur der Folie während des Erwärmungsvorganges. Bei Erreichen einer vorgewählten Temperatur endet die Beheizung und der Thermoformprozess beginnt. Neben der genauen Temperaturmessung bietet das CS LT den Vorteil, dass es sich in Umgebungen von bis zu 80 °C ohne zusätzliche Kühlung einsetzen lässt. 

Infoservice

Optris GmbH
Ferdinand-Buisson-Strasse 14, DE-13127 Berlin
Tel. 0049 30 500 1970, Fax 0049 30 500 197 10
info@optris.de, www.optris.de



Mundschutzeinlagen als Fertigteil-Beispiel nach dem Thermoformprozess


IR-Thermometer optris CSmed LT


Temperaturkontrolle an der Hautoberfläche bei der Kälteschocktherapie zur Behandlung von z. B. Muskelverhärtungen