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Einstieg der OEMs in eigene IoT-Services : Ausgabe 11-12/2017, 05.07.2017

Digitales Businessmodell mit datenbasierten Mehrwerten

Viele Maschinen- und Anlagenbauer sind noch unsicher, was Industrie 4.0 und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) für ihr Geschäftsmodell bedeuten. Nur wenige haben dafür eine eigenständige Strategie gefunden. Für Partner des Automatisierungsspezialisten Lenze öffnet sich nun ein einfacher Weg hin zu einem eigenen digitalen Geschäft mit datenbasierenden Mehrwerten.

Bilder: Lenze

Maschinen- und Anlagenbauer, die auf Automatisierungstechnik von Lenze setzen, können künftig noch einfacher Online- und Remote-Services anbieten. Der Hersteller ist eine Kooperation mit dem Datenexperten ei3 eingegangen, der eine Kombination aus Fernanalyse und Fernwartung als White-Label-Produkt bereitstellt. Für den Kunden bleibt ei3 unsichtbar, das Angebot erscheint im Namen und unter dem Logo des OEMs.

Fernwartungs- und Predictive-Maintenance-Angebote

Im Rahmen eines Servicevertrags kann der Maschinenbauer sämtliche Daten sammeln, auf die Lenze-Controller Zugriff haben, diese auswerten und dem Kunden zur Verfügung stellen. Sei es als aktuelles Dash-Board, in Form von Reportings und Kennzahlen, oder als Grundlage einer Beratung zur Optimierung von Anlagen und Prozessen. Darüber hinaus eignet sich die Lösung auch für Ferndiagnosen und -services, bis hin zu Fernwartungs- und Predictive-Maintenance-Angeboten.

Hoher Sicherheitsstandard garantiert

«Wir wollen unseren Partnern ermöglichen, schnell und komfortabel ein eigenes digitales Geschäft aufzubauen, die Beziehung zu ihren Kunden zu festigen und diesen Mehrwerte anzubieten, die ihre Marge verbessern», erläutert David Krampe, Senior Marketing Manager bei Lenze. Mit ei3 habe man dafür einen kompetenten, zuverlässigen Partner gefunden. Der Datenspezialist mit Sitz in New York ist seit 1999 im Geschäft mit der Industrie. Mehr als 15 000 Anlagen in über 90 Ländern laufen mit seiner Lösung.

Die Daten von der Maschine werden per OPC UA an eine Appliance innerhalb des Produktionsnetzwerks übertragen. Von nun an läuft die Kommunikation ausschliesslich verschlüsselt auf einem hohen Sicherheitsniveau. Gespeichert werden die Daten in ei3-eigenen, regionalen Datencentern. Davon gibt es bislang drei, je eines in den USA, in Europa und in Asien. Ein viertes kommt demnächst am Standort Deutschland hinzu, so dass die Daten der lokalen Kunden das Land nicht verlassen. Dieses Datencenter wird sämtliche europäische Datenschutzstandards erfüllen; deren Einhaltung bestätigt eine Zertifizierung der Dekra.

Einfache Anwendung – keine Big-Data-Kenntnisse nötig

Faktisch handelt es sich somit um eine Private Cloud, in der Big-Data-Services angeboten werden. Der Zugang dazu ist jedoch besonders einfach: «Unser Partner ei3 hat Lösungen, die seit vielen Jahren erfolgreich genutzt werden. Für die OEMs stellt er diese vorkonfiguriert zur Verfügung», lobt Applikationsingenieur Jurgen Rijkers das Modell der Amerikaner. Der Maschinenbauer muss also keinerlei IT- oder Big-Data-Kenntnisse mitbringen. Er konfiguriert lediglich die gewünschten Datenpunkte in der benötigten Applikation, und schon beginnt die Datensammlung.

«Es braucht aber einen gewissen Datenbestand, bevor man zu Erkenntnissen aus Big-Data-Analysen kommt», so Rijkers weiter. Wichtig sei jedoch, dass die Datensammlung schnell beginnen kann und die üblichen Kennzahlen und Auswertungen wie OEE, Auslastung und Verfügbarkeit oder Track&Trace sofort zur Verfügung stehen.

OEM kann Ferndiagnose und Fernwartung nutzen

Ebenso einfach kann der OEM nach der Einrichtung die Ferndiagnose und die Fernwartung nutzen. Vor-Ort-Einsätze lassen sich dadurch nach den Erfahrungen des Ingenieurs um bis zu 80 % reduzieren. David Krampe betont: «Wir werden dafür sorgen, dass wir verschiedene Standards bedienen und unsere Steuerungen beispielsweise auch mit Microsoft Azure, den Amazon Web Services (AWS) und anderen zusammenspielen. Aber hier haben wir eine Lösung, die es unseren Partnern besonders einfach macht, in das zukunftsorientierte Geschäft mit eigenen Online-Services und datenbasierenden Mehrwerten einzusteigen.» 

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info.ch@lenze.com, www.lenze.com



Dank Unterstützung von Lenze lassen sich mit der Cloud-Lösung Vor-Ort-Einsätze um bis zu 80 % reduzieren


Das erprobte System von Lenze eröffnet den Maschinenbauern neue Horizonte in die Welt der Industrie 4.0

Erfolgreiche Interpack

Auf der vergangenen Interpack in Düsseldorf zeigte Lenze eine kleine Maschine, die Daten im laufenden Betrieb sammelte, sowohl im Standardbetrieb als auch in gezielt provozierten kritischen Situationen. Die interessierten Fachbesucher konnten sich anhand einer Schritt-für-Schritt-Demonstration informieren, wie die Services des Kooperationspartners ei3 eingerichtet und genutzt werden können.

Cloud-basiertes IoT

Durch die permanente Erfassung von Maschinendaten lässt sich die Wartung von Maschinen optimieren. Dazu werden diese von der Maschinensteuerung via OPC-UA zum Cloud-Interface und weiter in die Cloud transferiert, wo die Big Data mittels ausgeklügelten Algorithmen zu einfach interpretierbaren Informationen aufgearbeitet werden. Die Cloud-Lösung, welche höchsten Ansprüchen der IT-Sicherheit entspricht, stellt sicher, dass man jederzeit Zugriff auf alle relevanten Informationen hat. Potenzielle Störfälle können vorausschauend erkannt und somit Ausfallzeiten vermieden werden. Falls doch notwendig, erlaubt diese Infrastruktur auch den klassischen Remote Access zur PLC.

Lenze Bachofen im swissT.net

Sektion 35: Mechanische Antriebe

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Sektion 37: SIM