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Lopec 2017 in München: Gedruckte Elektronik erreicht neue Dimensionen : Ausgabe 10/2017, 14.06.2017

Mehr Aussteller, Fläche und Besucher

Von 28. bis 30. März 2017 hat die Lopec bewiesen, dass das Interesse an gedruckter Elektronik weiter wächst. Die neunte Ausgabe der internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik hat in allen Bereichen neue Rekordwerte aufgestellt und zahlreiche Weltneuheiten gezeigt. Der Kongress beeindruckte mit einem hochkarätig und international stark besetzten Programm.

Bilder: Messe München

Über 2500 Besucher aus 47 Ländern kamen an den drei Tagen nach München. Das ist ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Besucher aus der Schweiz wuchs sogar um 37 %. Mit einer beachtlichen Internationalität hat die Lopec 2017 ihren Leitcharakter bestätigt: 54 % der Messebesucher stammen aus dem Ausland.

Weltweite Innovationsplattform

Henri Rajbenbach, Project Officer und Senior Expert bei der Europäischen Kommission, zieht Fazit von seinem Messebesuch: «Plattformen wie die Lopec tragen dazu bei, dass der europäische Technologiemarkt innovativ bleibt und auch weiterhin zu den weltweit führenden zählt», und weiter: «Die EU sieht die grossflächige Elektronik als eine Schlüsseltechnologie für die Elektronikindustrie. Daher unterstützen wir bis 2020 Projekte in diesem Bereich mit zusätzlichen 40 bis 50 Mio. Euro.»

OLED-Displays sind im Kommen

Auch bei Ausstellern und Fläche hat die Lopec neue Rekorde erreicht: 154 Aussteller aus 17 Ländern bedeuten ein Plus von vier Prozent gegenüber der Vorveranstaltung und ein Flächenwachstum von acht Prozent. Die Fachmesse war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Zu sehen gab es neben Prototypen zahlreiche Serienprodukte. Dazu zählen eine Multifunktionsjacke mit elektrolumineszenten Leuchtelementen von Helly Hansen, ein Audi TT mit OLED-Rückleuchten und ein Smart Ring, der dem Träger mitteilt, ob er genug Sonnenlicht aufgenommen hat.

Die treibende Kraft des Marktes sind nach wie vor OLED-Displays oder Leuchten, wie Dr. Jeremy Burroughes, Vorsitzender der OE-A (Organic and Printed Electronics Association), CTO bei Cambridge Display Technology und Sumitomo Chemical Fellow, erklärt: «Die Lopec spiegelt eindeutig das wider, was auch die neue OE-A-Roadmap ergeben hat: Die grossen Kernindustrien, wie die Unterhaltungselektronik- oder Automobilbranche, integrieren die Technologie bereits in ihre Produkte. Sie setzen damit klare Impulse für neue Anwendungsbereiche.»

Kongress: Top-Besetzung und Erfolgsgeschichten

Integraler Bestandteil der Veranstaltung war wie immer der Kongress. Drei Tage lang präsentierten 182 Experten aus Industrie und Forschung die aktuellen Trends der gedruckten Elektronik. Wolfgang Mildner, General Chair der LOPEC, erklärt: «Der Schwerpunkt des Kongresses hat sich eindeutig in Richtung Anwendung verschoben. Auf dem Programm standen zahlreiche Fachvorträge von Vertretern führender Weltkonzerne, die ihre Erfolgsgeschichten und bisherigen Erfahrungen mit der gedruckten Elektronik vorgestellt haben.» Einer dieser Referenten war Dr. Sang Yoon Lee, Senior Vice President bei Samsung: «Flexible Displays und Wearables sind die Zukunft der Unterhaltungselektronik. Sie schaffen ein einmaliges Bedienerlebnis für den Nutzer. Die Lopec bringt uns diese Zukunft einen Schritt näher und hilft uns, mit den richtigen Technologieexperten in Kontakt zu treten.»

Die nächste Lopec findet von 13. bis 15. März 2018 in München statt. 

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