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Arbeitsplatzkonzept von Roschi Rohde & Schwarz für Alstom : Ausgabe 01-02/2017, 26.01.2017

Laboreinrichtungen erhöhen Effizienz

Ist der Arbeitsplatz optimal eingerichtet, arbeitet man viel lieber und effizienter. In diesem Beitrag geht es um das Laboreinrichtungskonzept im Automation Lab bei der Alstom in Baden. Wie kam es zustande und welche Vorteile bietet es in der Praxis? Da es sich um einen schwierigen Umbau und nicht um eine Lösung auf der grünen Wiese handelte, war vorab eine ausgeklügelte und durchdachte Planung nötig.

Autor: Adrian Staudenmaier, Manager Controls Engineering Projects, Alstom

Bilder: Alstom

In Baden verfügt Alstom neben anderen technischen Abteilungen über ein sogenanntes Automation Lab, in welchem sie innovative Upgrade-Lösungen für existierende traditionelle Kraftwerke (Gas, Dampfturbinen) implementiert. Es geht dabei mehrheitlich darum, ältere Leitsysteme auf den neuesten technologischen Stand zu bringen. Bestehende Leitsysteme müssen über eine äusserst lange Zeitdauer funktionieren. Da ihre Besitzer selten eine Installation als Ganzes komplett ersetzen, soll sie durch gezielte Upgrades flexibel bleiben.

Vor der Inbetriebnahme Turbinenläufe imitieren und Störfälle simulieren

Im Team von Adrian Staudenmaier sind acht spezialisierte Ingenieure mit Simulationen, Software- und Hardwareentwicklung, HMI-Engineering sowie Abnahmetests in diesem Labor tätig. Zudem arbeiten weitere Engineering-Gruppen ebenfalls im Labor in den Bereichen Controls Engineering und elektrische Systeme. Eine wichtige Aufgabe ist die Systembetreuung. Für die Anwender führen diese Spezialisten deshalb auch Schulungen durch – sowohl für interne Fachleute (z.B. eigener internationaler Field-Service) sowie für Kunden aus aller Welt.

Für spezifische Applikationen haben die Entwickler beispielsweise ein Speed-Test-Rack mit zwei Motoren erstellt, womit sie unterschiedliche Turbinenläufe initiieren und mögliche Störfälle simulieren. Dieser Ablauf gewährleistet, dass die Applikationen von Anfang an einwandfrei funktionieren. Das ist effizienter, als nach der Auslieferung beim Kunden Korrekturen vornehmen zu müssen, senkt die Kosten, führt zu einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil und ist positiv für das Image des Anbieters.

Eine optimierte Laboreinrichtung für mehr Effizienz

Vor rund zwei Jahren hatte die Geschäftsführung von Alstom auf Antrag der Automation-Lab-Abteilung das Budget bewilligt, die etwas ältere Laboreinrichtung zu optimieren. Bei der bestehenden Infrastruktur fehlten beispielsweise Ablagemöglichkeiten, durchdacht platzierte Stromversorgungen, Netzwerkanschlüsse und vieles mehr. Auch optisch waren die Tische und Gestelle nicht mehr ganz zeitgemäss. Zusammen mit seinen Mitarbeitern erstellte Staudenmaier ein Pflichtenheft und kontaktierte mögliche Anbieter. Sie prüften die Offerten sorgfältig, denn die neue Laboreinrichtung sollte den Inhouse-Nutzern echte Arbeitserleichterung bringen, aber auch bei der Kundschaft bezüglich Design und Funktionalität einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Dies war beim früher bestehenden, älteren Einrichtungsinventar mit herkömmlichen Tischen und Gestellen nicht mehr der Fall.

Schliesslich entschieden sie sich für das Laboreinrichtungskonzept von Roschi Rohde & Schwarz. Es entsprach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen am besten. Herstellerin der neuen Arbeitsplätze ist die Firma hera Laborsysteme GmbH mit Sitz in Blaufelden, Deutschland, die zudem noch innovative Ausbildungsplätze für Schulungen anbietet. Neben dem modernen Design punktet hera für Staudenmaier vor allem mit der Funktionalität der Labortische. In Baden entschieden sie sich für die Profi-Line, da die Varianten durch eine robuste Bauweise, Flexibilität sowie das perfekt verdeckte Kabelmanagement überzeugten. Als Farbe wählten sie die angenehm helle Farbe nach RAL 7016 (Anthrazit Feinstruktur). Der umfangreiche hera-Produktkatalog hatte es erlaubt, die Gestaltungswünsche genau zu planen und zu realisieren.

Angepasste, technische Zeichnungen in der Projektphase

Bei diesem Projekt handelte es sich um einen imposanten Umbau in zwei bestehende, grösseren und einem kleineren Raum. Diesbezügliche Erfahrungen waren Alstom wichtig. Sehr hilfreich war, dass Roschi in der Projektphase eigene technische Zeichnungen des offerierten Materials anfertigte, wodurch sich die Kunden jeweils ein noch besseres Bild der Gesamtlösung und auch von Teillösungen machen konnten. Die Flexibilität der Profi-Linie deckte deren Bedürfnisse ab. Lediglich ein kleiner Prozentsatz der Arbeitstische waren ausgeklügelte Sonderlösungen und darüber wurde im Team ausführlich diskutiert. Roschi verstand es, zu begeistern und so haben sich die Automation-Lab-Mitarbeiter für eine Lösung entscheiden können.

Die meisten Einrichtungen kamen als Einzelteile angeliefert, worauf das Installationsteam sie zusammenmontierte. Ein bemerkenswertes Sonderfall-Projekt war ein Ecktisch mit mehreren Displays, an dem viele Ingenieure gemeinsam zusammensitzen, und ein Projekt gesamtheitlich besprechen können. Es galt, den vorhandenen kleinen Platz an der Ecke des grossen Raums optimal mit dem Ecktisch bis auf den letzten Zentimeter anzupassen. Keine leichte Aufgabe, die jedoch durch alle Beteiligten effizient gelöst wurde. 

Infoservice

Roschi Rohde & Schwarz AG
Mühlestrasse 7, 3063 Ittigen
Tel. 031 922 15 22, Fax 031 921 81 01
sales@roschi.rohde-schwarz.com
www.roschi.rohde-schwarz.ch



Das Automation Lab mit optimiertem Einrichtungskonzept hinsichtlich Pulte und Displays – mit viel Ablagefläche und passender Stromversorgung


Adrian Staudenmaier vor der optimal angepassten Laboreinrichtung


Ein in Eigenregie von Alstom Automation Lab entwickeltes Speed-Test-Rack, um unterschiedliche Turbinenläufe zu simulieren