Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
PDF download
Schmalere Bauform: Codierte Sicherheitsschalter PSENcode : Ausgabe 05/2015, 19.03.2015

Flexibler Manipulationsschutz bis zur Sicherheitskategorie PL e

Die Hälfte aller tödlichen Arbeitsunfälle resultiert aus Fehlverhalten der Bediener. Bis zu 40 Prozent von Unfallfolgekosten sind vermeidbar – Sicherheit muss ein Unternehmensziel sein. Der Sicherheits- schalter PSENcode von Pilz zeichnet sich durch ein sehr flaches Gehäuse aus. Mit PSENcode lässt sich Manipulationsschutz flexibel umsetzen, und das bis zur höchsten Sicherheitskategorie PL e.

Betriebspersonal und Nutzer sind heute permanent von komplexer Technik umgeben – ob in Beruf, Freizeit, bei Tag und Nacht. Daher sollen Geräte für die Nutzer unkompliziert und sicher bedienbar sein. Um dies zu gewähren, spielt Sicherheit für automatisierte Maschinen und Anlagen eine immer grössere Rolle. Die korrekte Anwendung von Normen bekommt daher eine wichtige Stellung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich die Hälfte aller tödlichen Arbeitsunfälle auf das Verhalten der Bediener zurückführen lässt.

Umgehen der Verriegelungseinrichtung kann tödlich sein

Bei jeder tausendsten Handlung eines Menschen kommt es zu einer Fehlhandlung, die die Sicherheit des Personals gefährden kann. Oft treten solch kritische Situationen unter Zeitdruck auf, etwa weil zur Störungsbeseitigung an einer Anlage der gesamte Prozess angehalten werden muss. Dies schliesst schon mal das Umgehen einer Verriegelungseinrichtung mit ein, wenn sich durch Entfernen eines verklemmten Teils im laufenden Betrieb der komplizierte Wiederanlauf der Anlage umgehen lässt. Untersuchungen zeigen: 30 bis 40 Prozent von Unfallfolgekosten sind vermeidbar. Die tödlichen Arbeitsunfälle bilden dabei nur die Spitze eines Eisbergs. Vorausgegangen sind meist immer viele minder schwere Unfälle. Beim Arbeitsschutz ist daher die Analyse von Beinaheunfällen wichtiger Bestandteil der Prävention. Die Reduzierung der Unfallfolgekosten durch Vermeidung von Arbeitsunfällen ist daher ein «wirtschaftliches» Gebot einer jeden Unternehmung.

Sicherheitsschalter PSENcode bietet hohes Schutzpotenzial

Die codierten Sicherheitsschalter PSENcode dienen sowohl der Stellungsüberwachung von trennenden Schutzeinrichtungen als auch der Positionsüberwachung. Jetzt ist PSENcode auch in schmaler Bauform erhältlich: Im Vergleich zu PSENcode (kompakte Bauform) hat die neue Variante PSENcode eine geringere Höhe (13 mm) bei gleicher Breite.

Die codierten Sicherheitsschalter PSENcode vereinen dank RFID-Transpondertechnologie höchsten Manipulationsschutz auf kleinstem Raum. Zudem erlaubt das jüngste Mitglied der PSENcode-Familie die Montage an Türen, Hauben oder Klappen in bis zu vier Betätigungs- und Anfahrrichtungen und je zwei unterschiedliche Schaltabstände. Dank dieser Vielseitigkeit bietet PSENcode dem Konstrukteur einen hohen Freiheitsgrad beim Maschinendesign. So lassen sich auch Anwendungen umsetzen, die bisher nur mit magnetischen Sicherheitsschaltern realisiert wurden. PSENcode erfüllt die Anforderungen der neuen EN ISO 14119 mit Blick auf vollcodierte und unikat-vollcodierte RFID-Sicherheitsschalter und ist bis PL e einsetzbar. Damit lässt sich Sicherheit für Mensch und Maschine auf höchstem Niveau realisieren.

Infoservice


Pilz Industrieelektronik GmbH
Gewerbepark Hintermättli, 5506 Mägenwil
Tel. 062 889 79 30, Fax 062 889 79 40
pilz@pilz.ch, www.pilz.ch



EN ISO 14119

Die seit einem Jahr gültige Norm EN ISO 14119 legt Leitlinien für die Gestaltung und Auswahl von Verriegelungseinrichtungen, unabhängig von der Energieart, in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen fest. Weiterhin enthält sie Anforderungen speziell für elektrische Verriegelungseinrichtungen und umfasst Teile von trennenden Schutzeinrichtungen, die Verriegelungseinrichtungen betätigen.

Pilz im swissT.net

Sektion 31: Automatisierungssysteme