Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
SoM sbRIO-9651 von NI – Middleware-Lösung mit intuitivem Ansatz für die FPGA-Programmierung : Ausgabe 19/2014, 23.10.2014

Risiken und Entwicklungszeiten im Embedded-Bereich reduzieren

National Instruments führte kürzlich das NI SoM im Markt ein. Das NI System-on-Module vereint das Zynq All-Programmable SoC (System-on-a-Chip) von Xilinx mit unterstützenden Elementen, wie z. B. Speicher auf einer kleinen Leiterplatte. Somit bietet das SoM eine vollständige Middleware- Lösung und verfügt über ein schlüsselfertiges, integriertes, Linux-basiertes Echtzeitbetriebssystem.

Mit dem kürzlich lancierten NI sbRIO-9651 können Entwickler auf die Flexibilität eines SoM zurückgreifen, ohne den höheren Zeitaufwand und die Risiken einer benutzerspezifischen Eigenentwicklung der Software eingehen zu müssen.

«Wir evaluierten mehrere SoMs und Embedded-SBCs (Single-Board Computers), doch die von NI gebotene Softwareintegra- tion ist mit nichts zu vergleichen», so Sebastien Boria, R&D Mechatronics Technology Leader bei Airbus. «Unsere Entwicklungskosten liegen dank des NI SoM schätzungsweise bei einem Zehntel der Kosten alternativer Ansätze. Dies liegt an den Produktivitätssteigerungen, die der NI-Ansatz des Systemdesigns erlaubt, vor allem durch den Einsatz von NI Linux Real-Time und LabVIEW FPGA.»

NI SoM basiert auf der LabVIEW RIO Architecture

Mit dem NI SoM können Entwicklerteams zuverlässige, komplexe Embedded-Systeme schneller im Markt einführen. NI SoM basiert auf der LabVIEW RIO Architecture, wobei RIO für rekonfigurierbare I/O steht, und erfüllt die gleichen strikten Designstandards wie für andere Produkte auf deren Basis. Die LabVIEW RIO Architecture wird bereits in Anwendungen eingesetzt, die hohe Zuverlässigkeit erfordern, z.B. in unbemannten Luftfahrzeugen oder in der Medizintechnik, etwa in Geräten zur Operation des grauen Stars.

«Moderne Embedded-Anwendungen zur Steuerung, Regelung und Überwachung sind komplexer als jemals zuvor. Striktere Deadlines und steigende Kosten erhöhen zusätzlich den Druck auf Systemdesigner», erläutert Jamie Smith, Director of Embedded Systems Marketing bei NI. «Studien zeigen, dass Entwicklerteams, welche die LabVIEW RIO Architecture einsetzen, komplexe Probleme in der Hälfte der Zeit lösen können, verglichen mit Entwicklerteams, die auf klassische benutzerdefinierte Entwicklungsansätze zurückgreifen.»

Vier wesentliche Punkte sorgen für eine schnellere Time-to-Market

Das innovative NI SoM erfüllt die Anforderungen, die Unternehmen an moderne Entwicklungs-Tools stellen. Dazu tragen unter anderem die folgenden vier Punkte wesentlich bei:

Umfassende Middleware-Lösung:

  • Im Lieferumfang des NI SoM ist eine vollständige, sofort einsatzbereite Middleware-Lösung enthalten, wodurch Zeitprobleme und Risiken, die mit der Entwicklung eines Embedded-Betriebssystems, benutzerdefinierten Softwaretreibern und anderen gängigen Softwarekomponenten einhergehen, minimiert werden.

LabVIEW-FPGA-Integration:

  • Ein LabVIEW- FPGA sorgt dafür, dass Entwickler Hardwarebeschreibungssprachen nicht mehr beherrschen müssen. Dies macht die leistungsstarke FPGA-Technologie zugänglicher denn je.

NI Linux Real-Time:

  • Das NI SoM ist mit einem zuverlässigen, Linux-basierten Echtzeitbetriebssystem ausgestattet, sodass Entwicklerteams Zugang zu zahlreichen Anwendungen und IP aus der Community haben.

Kürzere Prototypenphase mit NI CompactRIO:

  • Entwicklerteams können CompactRIO einsetzen, um schnell Prototypen ihrer Anwendungen zu erstellen und diese anschliessend mit demselben Code einzusetzen, der für die Prototypen-erstellung verwendet wurde. Dies erlaubt einen deutlich niedrigeren Arbeits- und Zeitaufwand.

Weiterführende Informationen zu NI SoM, einschliesslich dem Link zur Bestellung eines «Development Kits», sind auf www.ni.com/som zu finden.

Übersicht NI SoM: 19_14.52.pdf

Infoservice


National Instruments Switzerland GmbH
Sonnenbergstrasse 53, 5408 Ennetbaden
Tel. 056 200 51 51, Fax 056 200 51 55
ni.switzerland@ni.com, ni.com/switzerland



Mit dem NI SoM sbRIO-9651 können Entwicklerteams zuverlässige, komplexe Embedded-Systeme schneller im Markt einführen


Auch im A350-Cockpit setzt Airbus NI SoM als Basisplattform für alle intelligenten Bohr-, Mess-, Qualitätsvalidierungs- sowie Festpannwerkzeuge ein


Daniel Riedelbauch, Marketing Manager Central Europe NI

Firmenprofil

Seit 1976 stellt National Instruments Ingenieuren und Wissenschaftlern Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie schneller produktiv, innovativ und kreativ arbeiten können. Das Konzept des Graphical System Design gibt Anwendern eine Plattform mit integrierter Hard- und Software für die schnelle Entwicklung von Mess-, Steuer- und Regelsystemen an die Hand. Das rund 7100 Mitarbeitende und 1,2 Mrd. Dollar (2013) grosse Unternehmen stellt den Erfolg seiner Kunden mit einem Ökosystem aus Dienstleistungen, Support und mehr als 700 Alliance-Partnern weltweit sicher. Das langfristige Ziel von NI ist, mit seinen Technologien einen Beitrag dazu zu leisten, unseren Alltag zu verbessern, unsere Gesellschaft zu unterstützen und den Herausforderungen der Menschheit als Ganzes zu begegnen.

Nachgefragt

«Mit dem NI SoM lassen sich 90 Prozent der Kosten einsparen»

Wie sehen Alternativen zu Ihrem SoM aus?

Auf dem Markt gibt es mittlerweile einige SoM verschiedener Anbieter. Typischerweise haben diese System-on-Modules zwei Dinge gemeinsam. Zum einen stellen sie ein reines Hardwaredesign zur Verfügung und zum anderen wird lediglich auf eine Middleware, also die entscheidenden Software-Tools für die Entwicklung, verwiesen. Der Kunde erhält also kein komplettes Entwicklungssystem, er muss sich diese Tools extra beschaffen.

Weshalb sollte sich ein Interessent für Ihre Lösung entscheiden?

Das NI SoM wird im Gegensatz zu den erwähnten Alternativen mit einer vollständigen, nahtlos integrierten Middleware-Lösung geliefert. Dank der Kombination aus Hard- und Software, die u.a. NI Linux Real-Time und alle Treiber beinhaltet, bekommen Anwender ein komplett validiertes Paket, mit dem sie sofort loslegen können. Dadurch verringern sich Entwicklungszeiten und -risiken, sodass sich Teams mehr auf wichtige Funktionen – wie die Integration spezifischer I/O oder die Entwicklung benutzerdefinierter Algo-rithmen – und die High-Level-Anwendung konzentrieren können.

Welches sind die wesentlichen Vorteile des Systems?

Durch die enge Integration von validierter Hard- und Software werden Kosten, Entwicklungszeiten und letztlich auch Risiken minimiert. Darüber hinaus lassen sich Proto-typen auf Basis der CompactRIO-Plattform erstellen und unmittelbar auf dem NI SoM zum Einsatz bringen, wodurch sich weitere Effizienzgewinne erzielen lassen. Unsere ersten Anwender bestätigen Zeitersparnisse von bis zu zwölf Monaten und reduzierte Kosten um bis zu 90 Prozent im Vergleich mit anderen, herkömmlichen Lösungen.

Was kostet ein NI SoM und welche Rolle spielt der Preis?

Unsere Preise sind online verfügbar. Ganz konkret finden interessierte Entwickler diese für das NI SoM unter ni.com/som. Das ganzheitliche Konzept des NI SoM aus Hard- und Software bietet meiner Meinung nach ein unschlagbares Preis/Leistungs-Verhältnis für den Embedded-OEM-Bereich.

Wo sehen Sie Anwendungen in der Schweiz?

In der Schweiz sehen wir Einsatzgebiete im Maschinenbau, den Smart Machines, rund um das Thema Industrie 4.0. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Embedded-Anwendungen im Bereich Steuerung, Regelung und Überwachung. Aber auch für Medizin und Biowissenschaften sowie mobile Messgeräte stellt das NI SoM eine äusserst attraktive Lösung dar.