Eine Publikation der Binkert Medien AG
04.10.2017

Schweizer unterschätzen die Gefahr von Bränden durch beschädigte Kabel

Umfrage von Eaton zum Welt-Brandschutztag – Nur ungefähr 29 Prozent der Schweizer wissen, dass es beim Anbohren von Leitungen oder Kabeln zu einem Brand kommen kann. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Energiemanagementunternehmen Eaton anlässlich des Welt-Brandschutztages am 9. Oktober durchgeführt hat. Die Umfrage zeigt, dass die Schweizer in der Mehrheit beim Bohren von Löchern in den Wänden auch an die Sicherheit denkt – allerdings keine konkreten Vorstellungen von den potentiellen Gefahren hat.
Der Welt-Brandschutztag hat zum Ziel, mehr Aufmerksamkeit für die Gefahren von Bränden sowie vorbeugende Massnahmen zu erzeugen. In diesem Jahr hat die Feuerkatastrophe im Grenfell Tower in London gezeigt, welche Gefahren durch Feuer entstehen können. In der Schweiz ist das Thema Brandschutz daher auch immer wieder hoch auf der Agenda – wie zum Beispiel das Brandschutzkonzept in der Berner Altstadt zeigt.
Brandgefahr durch Störlichtbögen
Viele Schweizer sind für das Thema Brandschutz bereits sensibilisiert und setzen auf Rauchmelder, überprüfen regelmässig Kabelanschlüsse oder vermeiden offenes Feuer wie zum Beispiel Kerzen. Allerdings gibt es auch andere Brandgefahren, denen sich wenige Schweizer bewusst sind – zum Beispiel durch sogenannte Störlichtbögen. Diese entstehen, wenn Kabel oder Leitungen beschädigt werden – wobei der eigentliche Brand unter Umständen erst deutlich später entsteht. Beschädigungen können beispielsweise aus dem Anbohren der Kabel oder Leitungen resultieren.
Schweizer unterschätzen die Gefahr
Über die Hälfte der Schweizer (51,2 Prozent) ist sich der Gefahr von Störlichtbögen nicht bewusst. Lediglich 20 Prozent kennen die Gefahren und wissen, wie sie dagegen vorgehen können. Die Umfrage zeigt auch, dass die Schweizer die langfristige Gefahr von Störlichtbögen unterschätzen, denn über die Hälfte (51,8 Prozent) denkt, es wäre alles in Ordnung, solange es unmittelbar nach dem Bohren keine Rauchentwicklung gibt. Nur rund 29 Prozent ist überhaupt bewusst, dass es beim Anbohren von Kabeln oder Leitungen zu einem Feuer kommen kann. Die Mehrheit hat eher kleinere Probleme im Kopf, wie zum Beispiel bei der Sicherung.
Die Tatsache, dass die Schweizer sich der Brandgefahren beim Bohren von Löchern in der Wohnung oder im Haus nicht mehrheitlich bewusst sind, führt wohl auch zu unvorsichtigem Verhalten: über 13 Prozent geben an, einfach ein Loch zu bohren ohne sich vorher über den Verlauf der Leitungen zu informieren – dabei starten Mieter in Wohnungen überdurchschnittlich oft ohne genauen Plan (19,2 Prozent). Mieter in Häusern (2,3 Prozent) sind dagegen vorsichtiger. 24,8 Prozent der Befragten geben an, ganz sicher zu sein, wo die Leitungen verlaufen, 31,6 Prozent wissen es ungefähr. Am besten über den Verlauf der Leitungen informiert sind Mieter von Häusern (34,1 Prozent).
Geringe Unterschiede in der DACH-Region
In der DACH-Region finden sich in Bezug auf die Unterschätzung von Brandgefahren durch Störlichtbögen nur leichte Unterschiede. In Österreich und Deutschland sind sich allerdings mehr Menschen der Gefahren bewusst (60 beziehungsweise 62,4 Prozent). Die Schweizer sind unvorsichtiger beim Bohren von Löchern – in Österreich bohren 7,8 Prozent einfach drauf los ohne die Lage der Kabel zu prüfen, in Deutschland nur vier Prozent.
Fazit
Feuer kosten pro Jahr noch immer 4.000 Europäer das Leben, 70.000 weitere landen im Krankenhaus, die materiellen Schäden belaufen sich auf 126 Milliarden Euro. Ein Viertel aller Brände ist dabei auf Elektrizität zurückzuführen.1  Laut der BFB Beratungsstelle für Brandverhütung verursachen jährlich 20.000 Brände allein in der Schweiz einen Schaden von 600 Mio. CHF.
„Kabelbrände erhalten aktuell zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl sie eine ernstzunehmende Gefahr für Mieter und Hausbesitzer gleichermassen sind. Hier müssen vor allem Elektroinstallateure ihre Kunden sensibilisieren“, kommentiert Kimberly Iseli, Marketing Manager Switzerland bei Eaton. „Verpflichtende Schutzmassnahmen wie beispielsweise FI-Schalter bieten hierbei keinen Schutz. Abhilfe schaffen AFDD-Brandschutzschalter (Arc Fault Detection Device), die das Risiko von gefährlichen Störlichtbögen unterbinden. Als integrierte Lösung mit Leitungsschutz- und Fehlerstromschutzschaltern erfüllen sie höchste Sicherheitsansprüche und sind insbesondere für Schlaf- und Aufenthaltsräumen sowie Räume mit einem erhöhten Brandrisiko empfehlenswert.“

Für weitere Informationen rund um das Thema Brandschutz steht Ihnen ein 24-seitiges Whitepaper und zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.eaton.com/ch/livesafe

www.eaton.com

 



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